Die Tibet Terrier Liebhaberzucht aus Gelsenkirchen
Die Tibet Terrier Liebhaberzucht aus Gelsenkirchen

Ein tolles Rasseportrait

Das  "besondere" Rasseportrait    - von Angela Brüggemann -

 

Ein  heiteres Portrait über den Tibet Terrier 

 

 

Das Erscheinungsbild und der Charakter des Tibet Terriers sind sehr von seinem Ursprungsland Tibet, seinen Menschen und deren Kultur, sowie der grandiosen tibetischen Gebirgslandschaft und den extremen klimatischen Bedingungen geprägt.
Seine Heimat sind die Berge und das Hochplateau Tibets, mit einer durchschnittlichen Höhenlage von 4500m, auch das “Dach der Welt” genannt. In diese Höhe herrschen extreme klimatischen Bedingungen. Eisige Winter, mit Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius, wechseln ab mit kurzen heißen Sommern. Weite Landstriche sind trocken und dürr, und scharfe Winde fegen über das Land. Größere Mengen Schnee fallen gewöhnlich nur in den höheren Regionen Tibets.

 

Robust, ursprünglich und widerstandsfähig

 

 Mensch und Tier mussten sich diesen harten Lebensbedingungen anpassen. Daher ist unser Tibet Terrier sehr robust, ursprünglich und widerstandsfähig. Der Besuch beim Tierarzt beschränkt sich oft auf die einmal im Jahr fällige Vorsorgeuntersuchung und auf notwendig werdene Impfung. Ob eisig kalte Winter oder norddeutsches “Schmuddelwetter”, nichts kann unsere Tibeter davon abhalten durch Wald und Berge oder Flur und Feld zu streifen. Ihr dichtes, üppiges Haarkleid schützt sie vor Kälte, aber auch, man will es kaum glauben, vor der sommerlichen Hitze. In den Höhenlagen Tibets ist die Sonne sehr intensiv. Man vermutet, dass die feine dichte Unterwolle den Hund vor den kurzwelligen (gefährlichen und heißen) Infrarotstrahlen schützt, gleichzeitig aber den Anteil an gesundheitsfördernden UV-Strahlen hindurch lässt und die Hunde so vital und widerstandsfähig macht.

Gesund konstruierter Hund von mittlerer Größe

 

Der Tibet Terrier ist ein gesund konstruierter Hund von mittlerer Größe, ohne jegliche Übertreibungen. Sein Körper ist von quadratischer Silhouette, kräftig und muskulös, aber nicht schwerknochig. So kann sich der Tibet Terrier kraftvoll und doch beinahe mühelos bewegen. Gleichzeitig zeichnet ihn eine unglaubliche Wendigkeit aus. Er ist ein idealer und ausdauernder Begleiter auf Spaziergängen oder bei langen Wanderungen. Ist er unangeleint, werden sie sein Temperament und seine Lebendigkeit beobachten können. Obwohl er keinen ausgesprochenen Jagdinstinkt besitzt, verfolgt er ein aufgestöbertes Kaninchen flink und schnelle Haken schlagend, als wäre er selbst ein Hase. Oder er versucht die Vögel zu haschen, springt dabei wie ein “Flummi” und man spürt, dass er sich jetzt nur noch Flügel wünscht, um selbst zu fliegen – ja dann, dann wäre er wohl vollkommen.

Spaß am Hundesport

 

Wer Spaß an Hundesport, wie z.B. Agility, Flyball, Rally-Obedience, Dog Dance oder auch Zielobjektsuche, hat, findet mit dem Tibet Terrier und seiner Bewegungsfreude, Gewandtheit und Intelligenz genau den richtigen “Team-Partner”.

 

            Unverwechselbare, typische Rassemerkmale

 

Der Tibet Terrier besitzt in seinem äußeren Erscheinungsbild auch einige unverwechselbare, ihn so typisch machende Besonderheiten, die sich alle erklären lassen aus seiner Anpassung an die rauen Bedingungen seiner Heimat. Alle diese einzigartigen Eigenschaften, die teilweise keine andere Rasse besitzt, waren notwendig, um ihn in Tibet vor dem Aussterben zu bewahren. Die Natur bringt niemals aus Spaß eine körperliche Besonderheit hervor und behält sie bei, sondern diese Besonderheit entwickelt sich, weil sie lebens- oder besser überlebenswichtig ist!

 

Die Augen

 

Beginnen möchte ich mit den Augen, sie sind rund geformt und bemerkenswert groß. Sie blicken intensiv und ausdrucksstark. Das lange Kopfhaar, welches über die Augen fällt, wird von den langen Wimpern vom Augapfel ferngehalten, und bringt so den wichtigen Schutz des Auges vor den ständig auftretenden heftigen Sandstürmen und vor allem den intensiven und gefährlichen Strahlen der Sonne in den Höhenlage Tibets. Diese Schutzfunktion muss das Kopfhaar bei uns nicht mehr erfüllen, daher kann man dem Tibet Terrier ruhig einen kleinen Zopf binden oder das dichte Haar mit der Schere etwas kürzen und ausdünnen.

 

Die Platzierung der Augen

 

Mit seinen Augen kann er aber noch mehr. Da sie recht weit auseinander stehen, geben sie dem Hund einen viel besseren Gesichtskreis, als es normalerweise der Fall ist, mit der Sicht zur Seite und weit nach hinten. So konnte er seine ursprüngliche Aufgabe als kleiner Wächter gut erfüllen. Der Tibet Terrier steht erhobenen Hauptes, die Nase in den Wind gestreckt, der die Haare über die Augen nach hinten weht und ihm den Geruch von Fremden zuträgt. Dadurch wird er vor einem sich in der Nähe aufhaltenden Feind gewarnt, ohne seine Augen bemühen zu müssen oder seinen Kopf zu bewegen. Dieses aufmerksame ‚in die Ferne schauen’ kann man auch jetzt noch oft beim Tibet Terrier beobachten. Besonders bei Bergwanderungen oder wenn man über Felder geht. Dort steht er ganz gespannt und erhobenen Hauptes weit übers Land blickend, bewegt dabei den Kopf aber noch ganz wenig.

 

Das Bellen

 

Von seiner Funktion als Wächter ist im das Bellen erhalten geblieben, was sich in einem kurzen, aber kräftigen Anschlagen bei ungewohnten Geräuschen äußert. Die Veranlagung ist von Hund zu Hund unterschiedlich ausgeprägt und verstärkt sich meist, wenn sie in einer kleinen Meute zusammenleben. Ein Tibet Terrier bellt niemals grundlos. Aber irgendwie scheinen es die meisten als ihre Aufgabe anzusehen, jedem Spaziergänger, der am Gartenzaun vorbei kommt, zu vermelden “Hier wache ich!”. Aber sonst ist der Tibet Terrier wirklich angenehm ruhig und sein Bellen in freudiger Erwartung, zum Beispiel wenn es zum Autofahren geht oder als Aufforderung zum Spiel, möchte natürlich niemand missen.

 

Das Gebiss

 

Beim Tibet Terrier gibt es zwei erlaubte Gebissschlüsse. Dies ist das für viele Hunderassen normale Scherengebiss, aber auch das umgekehrte Scherengebiss (Reibevorbiss) ist erlaubt. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Kiefer breit und kräftig und die Zähne nicht zu klein und winzig sind. Der Gebissabschluss muss ganz knapp sein. Bei vielen ursprünglichen Tibet Terriern, auf denen sich die Zucht begründet, fand man auch ein Zangengebiss. Alle drei Stellungen erlaubten einen guten Biss, so dass der Hund seine Beute gut festhalten konnte. Durch die gut entwickelten Kiefer ist die Schnauzenpartie des Tibet Terriers kräftig und stumpf geschnitten, ohne dabei zu kurz zu sein. Dies ist ganz wichtig für seinen typischen Kopfausdruck!

 

Doppelschichtiges Haarkleid

 

Das doppelschichtige Haarkleid ist natürlich unabdingbar. Kein Hund würde in den kalten Landstrichen ohne diesen Schutz überleben. Über Jahrtausende hat sich so ein Komplett-schutz gegen eisige Kälte, gefährliche Sonne und fliegende Insekten, die tückische Krankheitsüberträger sein können, entwickelt. Die Unterwolle ist dicht, fein und wollig. Das Deckhaar lang und üppig und weist eine feine, fast dem Menschenhaar ähnliche, Struktur auf. Es darf gerade oder gewellt sein, jedoch nicht lockig und nicht von seidiger oder wolliger Struktur. Es gibt Tibet Terrier in vielen Farben, reinweiß über weiß mit schwarzen oder goldenen Flecken, cremefarben, grau oder rauchfarben, goldzobel und schwarz, mit oder ohne weiße Abzeichen. Alles ist laut Rassestandard erlaubt mit Ausnahme von schokoladen- oder leberbraun, obwohl es in Tibet auch braune Hunde gibt.

 

 

Die großen, flachen Pfoten    

 

Die Pfoten des Tibet Terriers sind einzigartig und ein ganz besonderes Rassemerkmal. Sie sind groß, rund und ganz flach, die Ballen kräftig und es wächst viel Haar zwischen den Ze-hen. Diese einzigartige Pfotenkonstruktion ermöglicht es dem Tibet Terrier sich durch die unwegsamen, felsigen Regionen Tibets sicher zu bewegen, denn mit den großen biegsamen Pfoten kann er greifen und sich an einem Felsen oder einem Wurzelgeflecht festhalten. Oft erzählen sich die Besitzer eines Tibet Terriers auch hier und heute die für sie so unglaublichen Geschichten, wie ihr Hund plötzlich, vielleicht einer Katze folgend, auf einen Baum kletterte, wie er bei einem Spaziergang durch die Berge scheinbar mühelos einen Abhang herauf kletterte, um bald darauf beinahe halsbrecherisch wieder herunter zu springen, oder er balancierte mit erhobenen Kopf auf einem schmalen Balken einer Grundstücksbegrenzung. Eine zweite wichtige Funktion dieser Pfoten ist der Schneeschuheffekt, die es dem Hund erlaubt, im tiefen Schnee leicht vorwärts zu kommen ohne einzusinken.

 

 

Die Rute

 

Ja, und da ist noch sein Rute, hoch angesetzt und fröhlich eingerollt über dem Rücken getragen. Ein Knick in der Spitze der Rute kommt oft vor und ist erlaubt. Lustig wedelnd begleitet der Tibet Terrier uns so durch den Tag.

 

 

 

Quelle: Text aus: "Tibet Terrier, Wissen, Rasse, Zucht"

 

Vielen Dank an Angela Brüggemann für die Erlaubnis, ihren Text hier veröffentlichen zu dürfen!

 

 

 

Short News:  20.08.2017  

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