Die Tibet Terrier Liebhaberzucht mit Herz
Die Tibet Terrier Liebhaberzucht mit Herz 

♥   M-Wurf   ♥    

                                  7.  Lebenswoche 

 01.02.2022 - 07.02.2022

 

 

Erst der Garten und dann die ganze Welt

 

Der Neugier und Unbefangenheit, mit der ein Welpe in den ersten Wochen seines Lebens seine Umwelt entdeckt, möchte man gerne zugestehen, dass er alles als belebt, als ihm zugewandt begreift. Der Wind heult, das Gras flüstert, die Steine singen nur für ihn – und wenn die Stauden sich über seinem Kopf nach unten biegen, dann tun sie das nur, um ihn dort draußen zu begrüßen. Noch macht das Fremde dem Welpen keine Angst. Noch sind die Eindrücke, die ihn von allen Seiten bestürmen, nur überwältigend und schön. Um zu begreifen, dass das nicht bloß Behauptung ist, braucht es nicht viel. Es genügt, einen Welpen dabei zu beobachten, wie er mit einem sattgrünen Haselstrauch spricht – und schließlich freudig der stummen Einladung folgt, sich eines der Blätter von den Ästen zu klauben.

Schließ deine Augen und stell dir einen Garten vor. Brombeerbüsche, zwischen denen Wildrosen wachsen, Verblühtes und Verwildertes in den aufgelassenen Beeten. Kannst du die feuchte Erde riechen? Die Blätter im Wind tanzen sehen?

Fühlst du den Regen auf deiner Haut?

 

Es wird dir nicht schwer fallen, das Bild noch weiter auszuschmücken und dir den Garten in Gedanken ganz zu eigen zu machen – nicht nur, weil du schon Unzählige gesehen hast, sondern auch, weil du beinahe jedes Ding beim Namen kennst – begriffen hast – und weißt, wie es sich verhält. Ein Blatt hängt am Baum, ein Stein liegt am Boden – und selbst wenn du all deine Vorstellungskraft bemühst, wird dir weder das eine, noch das andere jemals zuwinken oder mit dir sprechen wollen.

Für einen Welpen sieht das ganz anders aus.

Die kurzen Gartentouren, die ich beginnend mit der sechsten Lebenswoche mit den Welpen unternehme, verfolgen aber nicht nur den Zweck, sie mit den Geräuschen und Gerüchen unserer Alltagswelt vertraut zu machen und sie geduldig an Gegenstände heranzuführen, die im späteren Leben womöglich Angst einflößen könnten, sie zielen außerdem darauf ab, mir selbst ein besseres Bild von seinen Stärken und Schwächen von ihnen einzeln zu machen. Wie aufmerksam ist sein Blick? Folgt er mir, wenn ich vorauslaufe, oder lenken ihn die vielfältigen neuen Eindrücken noch zu leicht ab?

Wie geht er mit Herausforderungen um? Gelingt es ihm, sich einem Hindernis umsichtig zu nähern – einen Weg zu finden, ohne dass Hilfestellung notwendig ist?

 

Nun, Spiel und Spaß haben die kleinen Leute jedenfalls schon mal gehabt!

Short News:   17.09.2022

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