♥ S-Wurf ♥
8./9- Lebenswoche
Schließ deine Augen und stell dir einen Garten vor. Brombeerbüsche, zwischen denen Wildrosen wachsen, Verblühtes und Verwildertes in den aufgelassenen Beeten. Kannst du die feuchte Erde riechen? Die Blätter im Wind tanzen sehen?
Fühlst du den Regen auf deiner Haut?
Es wird dir nicht schwer fallen, das Bild noch weiter auszuschmücken und dir den Garten in Gedanken ganz zu eigen zu machen – nicht nur, weil du schon Unzählige gesehen hast, sondern auch, weil du beinahe jedes Ding beim Namen kennst – begriffen hast – und weißt, wie es sich verhält. Ein Blatt hängt am Baum, ein Stein liegt am Boden – und selbst wenn du all deine Vorstellungskraft bemühst, wird dir weder das eine, noch das andere jemals zuwinken oder mit dir sprechen wollen.
Für einen Welpen sieht das ganz anders aus.
Die kurzen Gartentouren, die ich beginnend mit der sechsten Lebenswoche mit den Welpen unternommen habe, verfolgen aber nicht nur den Zweck, sie mit den Geräuschen und Gerüchen unserer Alltagswelt vertraut zu machen und sie geduldig an Gegenstände heranzuführen, die im späteren Leben womöglich Angst einflößen könnten, sie zielen außerdem darauf ab, mir selbst ein besseres Bild von seinen Stärken und Schwächen von ihnen einzeln zu machen. Wie aufmerksam ist sein Blick? Folgt er mir, wenn ich vorauslaufe, oder lenken ihn die vielfältigen neuen Eindrücken noch zu leicht ab?
Wie geht er mit Herausforderungen um? Gelingt es ihm, sich einem Hindernis umsichtig zu nähern – einen Weg zu finden, ohne dass Hilfestellung notwendig ist?
Nun, Spiel und Spaß haben die kleinen Leute jedenfalls schon mal gehabt!
Bilder folgen...